Bundesweit einmalig

Erste interreligiöse JULEICA-Ausbildung durchgeführt

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Miteinander reden – statt übereinander
13 christliche und muslimische Jugendliche zu Jugendleitern ausgebildet / Pilotprojekt durch Kasseler Oberbürgermeister Geselle gewürdigt

Interreligiöse Jugendprojekte sind wichtig, aber äußerst selten. Die Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat daher in einem Pilotprojekt christlichen und muslimischen Jugendlichen die Gelegenheit geboten, sich zum Jugendleiter / zur Jugendleiterin zu qualifizieren. An der ersten interreligiösen JULEICA-Ausbildung nahmen 13 Jugendliche beider Religionen aus Kassel und Umgebung teil. Neben den pädagogischen und rechtlichen Themen bot der 10tägige Lehrgang vor allem die Möglichkeit, sich intensiv mit der eigenen, aber auch der Religion der anderen Teilnehmenden auseinanderzusetzen. Unter Beteiligung zahlreicher Vertreter aus den religiösen Verbänden, Kirchen, Moscheen und der Stadt wurden am 12. November die Zertifikate an die Teilnehmenden überreicht. 

„Es ist wunderbar, dass junge Christen und Muslime mit der Teilnahme an der „Interreligiösen Juleica“ hier ein besonderes Zeichen setzen. Denn es geht darum, miteinander zu reden und nicht übereinander“, sagte der Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle, der das bundesweit bisher einmalige Projekt im Rahmen des Runden Tisches der Religionen am 30. November würdigte. „Es geht darum, sich offen zu begegnen und voneinander zu lernen – von Mensch zu Mensch und ohne Vorurteil.“ Gefördert wurde das Projekt durch Mittel des Landesverbandes der Evangelischen Jugend in Hessen und des Ausländerbeirates der Stadt Kassel.

Projektleiter Dietrich Nolte aus dem Referat Kinder und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der auch Mitglied unserer Fachstelle ist, zeigte sich überzeugt: „Gerade in Zeiten, in denen die Polarisierung zwischen den Religionen zunimmt, ist es wichtig, aufeinander zuzugehen und miteinander zu reden.“ Dass dies nicht immer einfach sei, da man sich ständig mit den eigenen Vorurteilen konfrontiert sehe, sei allen Beteiligten bewusst. Doch die Evangelische Jugend Kassel und die DITIB Jugend Kassel hätten mit ihrer Kooperation ein bewusstes Zeichen gegen die politische Polarisierung der Gesellschaft und wachsende islamophobe Einstellungen und Befürchtungen setzen wollen. Nolte äußerte die Hoffnung: „Das Projekt Interreligiöse JULEICA ist bundesweit einmalig und damit ein Pilotprojekt, das hoffentlich viele Nachahmer findet.“

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