Fachtag „Für Vorstandsarbeit begeistern!“

Fulda

„Für Vorstandsarbeit begeistern - sich selbst und andere“ 
Fachtag für Haupt- und Ehrenamtliche
Samstag, den 6. April 2019,10-16 Uhr
Haus Oranien, Fulda

Infos/Anmeldung:
Fachstelle Engagementförderung
0561 - 9378 1968
engagiert@ekkw.de

oder rechts zum Download

Inhalt
„Für Vorstandsarbeit begeistern!“, das ist leichter gesagt als getan. Zwar ist die Lust aufs Engagement in Deutschland hoch, gleichzeitig nimmt aber die Bereitschaft, zeitintensive Leitungsämter zu übernehmen, ab. Umso wichtiger ist es zu überlegen, wie die Arbeit so attraktiv sein kann, dass Menschen sich auch zukünftig gerne auf ein Vorstandsamt einlassen. Das tun wir mit einem Hauptvortrag und acht spannenden Impulsforen.

Vortrag
"Für Vorstandsarbeit begeistern – wie geht das?"
Studien belegen, dass immer mehr Organisationen Schwierigkeiten haben, Vorstandsposten zu besetzen. Auch bei der Suche nach Kandidat*innen für die Kirchenvorstandsarbeit merken Gemeinden, dass das Ehrenamt in diesem leitenden Gremium kein Selbstläufer ist. Wie lassen sich dennoch Menschen für ein dauerhaftes Engagement finden? Was macht Vorstandsarbeit in der Kirche attraktiv? Und was können alle miteinander dafür tun, dass den Leitenden die Vorstandspuste nicht ausgeht?
Dr. Thomas Röbke, Sprecher des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement und Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern, benennt in seinem Vortrag Knackpunkte und Herausforderungen und gibt Empfehlungen, worauf Kirchenvorsteher*innen und Pfarrer*innen besonderes Augenmerk legen können.

Impulsforen
1_Begeisterung durch Ausstrahlung. Überzeugend wirken mit Stimme und Körperhaltung
Wie bringen wir unsere Botschaften rüber? Kaum zu glauben, aber mindestens 80% jeglicher Kommunikation verläuft nonverbal. Das heißt wie „etwas ankommt“ ist in großem Maße abhängig von Gestik, Mimik, Stimme und allem was uns ausmacht. Unsere gesamte Persönlichkeit, einschließlich ihrer Befindlichkeiten, Einstellungen und momentaner Gestimmtheit wirkt und bewirkt etwas beim Gegenüber. Ute Göpel, Führungskräftearbeit im Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales, lädt ein, Körper- und Atemübungen auszuprobieren und gibt Tipps zum Einsatz von Atem, Stimme und Körpersprache.

2_Die üblichen Verdächtigen oder (woher und wie) gewinnen wir neue Kandidat*innen?
Vertrautes und Bekanntes hat den Vorzug, dass es vertraut und bekannt ist. Das gilt auch und gerade für Menschen. Doch in herausfordernden Zeiten braucht es in den Kirchenvorständen neben Menschen mit Erfahrung auch Menschen mit neuen Ideen und Blickwinkeln. Neue Menschen zu gewinnen ist allerdings nicht einfach, und es gibt Stolperfallen. Wer sie kennt, kann sie umgehen. Zu diesen Fragen möchten Pfarrerin Ulrike Joachimi und Diakon Dr. Ralph Fischer, Referat Gemeindeentwicklung, mit Ihnen gemeinsam nachdenken.

3_Aufgaben auf viele Schultern verteilen – weitere Freiwillige für die Gemeinde gewinnen
Sommerfest, Konficamp, Kirchenkino... Gemeinde lebt vom Engagement vieler! Doch wie motiviert man (neue) Menschen, sich aktiv einzubringen? Zwar gibt es dafür nicht DAS Patentrezept, jedoch viele Tipps und Maßnahmen, die Lust aufs Engagement machen.
Doris Heineck, Leiterin der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf, begleitet seit einem Jahr einen Kirchenvorstand, der weitere Mitstreiter*innen für die vielfältigen Aufgaben in der Gemeinde begeistern will. Nach einem kurzen Input bleibt Raum für den Austausch von Ideen, Erfahrungen und Fragen.
 
4_So wird KV-Arbeit für Jugendliche „nice!“
Nur wenige Jugendliche lassen sich für eine Mitarbeit im KV begeistern. Warum auch, wenn das schon bei den Erwachsenen schwer fällt?! Was hat das eine mit dem anderen zu tun und wie kann man das ändern? Im Impulsforum geht es darum, wie die Orientierung an den Bedürfnissen von jugendlichen KV-Mitarbeitenden zum Segen für alle werden kann. Zusammen mit denen, die es wissen müssen – jungen KVler*innen – berichtet Diakon Dino Nolte, Referat Kinder- und Jugendarbeit, von „worst cases“ und guten Beispielen.

5_Die Schatzkiste öffnen. Eine Methode um Bilanz zu ziehen.
Nach sechs Jahren (und mehr) Kirchenvorstandsarbeit, ist es an der Zeit, eine Bilanz der bisherigen Arbeit zu ziehen. Was haben wir alles geleistet? Wo stehen wir gerade? Was wollen oder müssen wir demnächst angehen? Ann-Katrin Michel, Freiwilligenmanagerin des Kirchenkreises Fulda stellt mit der „Schatzkiste“ eine Methode vor, mit der eine strukturierte Bilanz im eigenen KV ganz einfach wird. Mit kleinen Tricks und Kniffen werden die gemeinsamen Ressourcen herausgefiltert, die für die weitere Zusammenarbeit und für die Außenwirkung von besonderer Bedeutung sind. 
 
6_Mehr als ein Schulterklopfen?! Wertschätzung im KV
„Näid g'scholle es g'nuch gelobt“ sagt man in Südhessen. Doch seien wir ehrlich: Wir alle brauchen Anerkennung im Engagement, in der ein oder anderen Form. Wertschätzung – was bedeutet das genau? Wie viel davon „muss“ sein? Und wer dankt eigentlich wem? Die Hauptamtlichen den Ehrenamtlichen? Der KV den Mitarbeiter*innen? Alle einander gegenseitig? Oder geht es um eine Veränderung in der Haltung zueinander und miteinander? Hartmut Schneider, Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales mit viel Vorstandserfahrung, überlegt mit Ihnen, wie eine wertschätzende Anerkennungskultur auf Augenhöhe im Kirchenvorstand gelebt werden kann.
 
7_Balance im Ehrenamt oder: Wie kann ich die Freude im Engagement erhalten? 
Für viele Menschen ist das Ehrenamt Kraftquelle und Belastung gleichermaßen. Einerseits bringt das gemeinsame Tun Spaß und Freude, andererseits sind Freiwillige oftmals hohen Anforderungen ausgesetzt, so dass das ihnen das Engagement nicht mehr gut tut. Wie erkennen wir an uns selbst oder bei anderen, dass die Batterie sich leert und wie können wir Sorge tragen, dass die Freude erhalten bleibt? Mit der Impulsgeberin Ursula Stegemann, Diakonie Hessen, blicken wir in Selbstsorge auf das eigene Engagement und erinnern uns an dessen Kraftquellen.
 
8_Tipps für attraktive Sitzungen
Themen besprechen, Argumente austauschen, Entscheidungen fällen – Sitzungen sind ein Dreh- und Angelpunkt in der Kirchenvorstandsarbeit und nicht zuletzt ein Ort der Begegnung.
Gibt es Methoden, die Lust darauf machen, dass sich alle beteiligen? Wie kann man eine Sitzung so effizient gestalten, dass sie nicht zum Marathon ausartet? Und lässt sich in Sitzungen trotz harter Diskussionen eine „Wohlfühlatmosphäre“ schaffen? Andreas Kaufmann, Diakon und KV-Vorsitzender, hat jede Menge Erfahrungen mit aktivierenden Sitzungen und sammelt mit Ihnen die besten Tipps.

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