Was muss ich bedenken, wenn ich mich ehrenamtlich engagieren will?

Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit und überlegen Sie, was Sie besonders gut können und worauf Sie Lust haben. Eine Tätigkeit zu finden, die Ihren Talenten entspricht und die Ihnen Spaß macht, ist der beste Garant dafür, dass Sie Ihre Arbeit gut machen und gerne am Ball bleiben. Werden Sie sich auch darüber klar, wie viel Zeit Sie investieren können und wollen – und ob Sie ein Engagement regelmäßig ausüben können oder eher sporadisch. Eine Faustregel ist: Lieber klein beginnen! Wenn Sie merken, dass das Engagement zu Ihnen passt, können Sie immer noch mehr machen. Am besten Sie vereinbaren mit dem zuständigen Ansprechpartner in Ihrer Gemeinde ein Erstgespräch und eine Art Schnupperphase.
Eine gute Checkliste, welche Fragen Sie dabei stellen können, finden Sie »rechts.

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Wie viel Zeit muss ich investieren?

Wir müssen viel im Leben, aber ehrenamtlich müssen wir gar nichts. Nehmen Sie sich so viel Zeit für Ihr Ehrenamt, wie SIE wollen, aber auf keinen Fall mehr als Sie haben.
Ehrenamtliche sind heiß begehrt. Wer einmal damit begonnen hat, kommt manchmal schlecht wieder davon los. Wer Freude an seinem Engagement hat, entdeckt schnell neue Baustellen oder hat weitere Ideen, die Zeit und Einsatz bedeuten. Vor allem aber wird ihre Umwelt Ihnen immer neue, weitere Aufgaben zuspielen wollen. Verstehen Sie das durchaus als Wertschätzung, aber überlegen Sie gut! Lebenszeit ist unsere wertvollste Ressource... Die ZEBRA Formel (» siehe Download rechts) hilft dabei.

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Bin ich im Engagement versichert?

Grundsätzlich müssen Sie sich keine Sorgen machen, wenn Sie während Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit unbeabsichtigt einen Schaden verursachen oder selbst einen Unfall erleiden.  Für diese Fälle hat die  Landeskirche extra Versicherungen abgeschlossen.
Dieser Versicherungsschutz gilt auch für Sie, wenn Sie zum Beispiel beim Kirchenkreis, in Ihrer Kirchengemeinde oder in einer der dazu gehörenden Einrichtungen (z.B. kirchliche Kita) freiwillig engagiert sind. Egal ob Sie den Kuchen für den Kirchenkaffee backen, im Posaunenchor spielen, den Gemeindebus bei Freizeiten lenken oder als Lektor/in auf die Kanzel steigen: wichtig ist lediglich, dass Sie Ihr Engagement nicht im luftleeren Raum praktizieren, sondern es in irgendeiner Weise mit Pfarrer/in, Freiwilligenkoordinator/in oder Kirchenvorstand abgesprochen haben. Wir haben Ihnen auf zwei Seiten die wichtigsten Grundsätze für den Bereich der EKKW zusammengestellt » siehe Download rechts.

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Ansprechpartner

Hilft Ihnen bei Fragen zum
Versicherungsschutz gern weiter:

Burkhard Weigl
Fon: 0561 - 9378 353
Mail: Burkhard.Weigl@ekkw.de

Kann man Engagement lernen?

Jede/r Freiwillig Engagierte bringt in seine/ihre Tätigkeit schon eine ganze Menge mit. Allem voran Freude und Motivation für die Tätigkeit. Aber auch Lebenserfahrung und Kenntnisse aus der Arbeitswelt oder aus einem anderen Ehrenamt.
So vielfältig wie Freiwilligenarbeit ist, so breit gefächert sind die Möglichkeiten sich für das jeweilige Arbeitsfeld aus- und fortzubilden.
Manchmal steht die fachliche Qualifizierung im Vordergrund, manchmal die Entwicklung und Aneignung persönlicher Haltungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Insbesondere in Langzeitfortbildungen, geht es meistens um beides.
Es gibt Tätigkeiten, zu deren Ausübung eine spezielle Ausbildung Voraussetzung ist (Lektorendienst, Telefonseelsorge u.a.). Viele Aus- und Fortbildungen in sozialen und diakonischen Zusammenhängen erteilen nach erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat. Sie können inhaltlich und formal für die eigene Berufsbiographie hilfreich sein.

Kann ich eigene Ideen einbringen?

Gern! Ideen sind ausdrücklich erwünscht! Im besten Fall treffen Sie auf offene Ohren und eine „Warum eigentlich nicht?“-Haltung. Gerade kleinere Verbesserungen oder zeitlich überschaubare Projekte lassen sich so relativ unkompliziert umsetzen.
Machen Sie sich aber auch darauf gefasst, dass nicht alle gleich genauso begeistert sind wie Sie. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – und die Umsetzung Ihrer Idee bringt vielleicht eine Veränderung im bisherigen Gefüge mit sich!? Seien Sie in diesem Falle nicht gekränkt, sondern sprechen Sie es offen an. Und gucken Sie gemeinsam, was für und was gegen das Neue spricht und finden Sie miteinander eine Lösung.
Manchmal zieht eine gute Idee auch einen Rattenschwanz an Arbeit nach sich und es dauert, bis sie umgesetzt ist: Da muss vielleicht der Kirchenvorstand zustimmen, Genehmigungen müssen eingeholt werden, Gelder gefunden. Stellen Sie sich darauf ein, dass die Mühlen manchmal langsamer mahlen als Sie sich das wünschen. Und verzagen Sie nicht, sondern suchen sich MitstreiterInnen für Ihr Projekt. Zusammen ist es einfacher – und macht meistens auch mehr Spaß.

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Kann ich mir meine Auslagen erstatten lassen?

Ein Engagement ist eine Zeitspende. Je nachdem, welches Ehrenamt Sie ausüben, können Ihnen Kosten entstehen – Fahrtkosten oder Auslagen für Materialien, Briefmarken, Telefonate. Wir finden, niemand sollte für seine Zeitspende auch noch Geld mitbringen müssen. In vielen Organisationen oder Gemeinden gibt es dafür auch schon gute Regelungen. Aber noch nicht überall ist eine Kostenerstattung selbstverständlich. Mitunter, weil das in der Organisation oder Gemeinde noch nie diskutiert wurde. Manchmal aber auch, weil eine Gemeinde über sehr sehr wenig Geld verfügt. Aber auch dort sollte das unserer Meinung nach zum Thema gemacht werden, zum Beispiel in einer Kirchenvorstandssitzung. Schließlich sollen sich alle engagieren können (und ein Engagement nicht davon abhängen, ob man es sich 'leisten' kann)! Am besten, Sie klären das OB und WANN und WIE der Kostenerstattung gleich zu Beginn Ihrer Tätigkeit.
Es gibt aber auch Ehrenamtliche, die sich ihre Auslagen nicht erstatten lassen wollen und sich stattdessen eine Spendenquittung ausstellen lassen. Auch das kann eine Möglichkeit sein. Sprechen Sie Ihre zuständige AnsprechpartnerIn in Ihrer Organisation oder Gemeinde darauf an.
Übrigens: » Auf der rechten Seite finden Sie ein Beispielformular, das Sie vielleicht auch für Ihre Kostenerstattung verwenden können.

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Bekomme ich für ehrenamtliches Engagement Dienstbefreiung?

Ehrenamtliche investieren viel Zeit in ihr Engagement. Viele Freizeiten und Seminare wären ohne deren aktive Mitarbeit nicht durchzuführen. So manches Engagement ist nur möglich und mit dem Berufsleben vereinbar, wenn dafür ein zusätzlicher Freiraum geschaffen wird. Privat Beschäftigte haben deshalb einen Rechtsanspruch auf bis zu 12 Tage im Jahr bezahlte Freistellung, wenn sie z.B. bei einer Konfirmanden- oder Kinderfreizeit mitarbeiten, die Ferienspiele begleiten oder an einer JULEICA Ausbildung teilnehmen. Für Angestellte im Öffentlichen Dienst gelten gesonderte Regelungen.
Weitere Informationen sowie das Antragsformular finden Sie unter dem Link auf der rechten Seite >>

Muss ich in der Kirche sein, um mitmachen zu können?

Als freiwillig Engagierte/r in der Kirchengemeinde oder in diakonischen Einrichtungen repräsentieren Sie immer auch ein Stück Kirche oder Diakonie. Daher sollen freiwillige Engagierte natürlich eine positive Haltung gegenüber christlichen Werten und Orientierungen aufbringen. Ob eine Mitgliedschaft in der Kirche notwendig ist, um ein Engagement auszuüben, hängt weiterhin von den Aufgaben ab, die mit den ehrenamtlichen Tätigkeiten verbunden sind. Für die Mitarbeit in einer Eltern-Kind-Gruppe beispielsweise oder im Seniorenclub ist keine Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche nötig - für die Ausübung des Lektorendienstes hingegen unabdingbare Voraussetzung. Dieses kann in einem Erstgespräch mit dem/r hauptamtlich Verantwortlichen geklärt werden.

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Was sagt eigentlich die Bibel zum Ehrenamt?

Diese Frage lässt sich sowohl mit „nichts“ als auch mit „unglaublich viel“ beantworten.
Dass dem so ist, hat damit zu tun, dass weder das Alte noch das Neue Testament das Ehrenamt kennen, dafür aber in beiden Büchern der Bibel von Menschen berichtet wird, die etwas tun, was wir aus unserer heutigen Sicht als ein ehrenamtliches Engagement bezeichnen könnten.
So war z.B. Hosea Viehzüchter und wie Amos, der Maulbeerensammler, ein Prophet; Paulus war Zeltmacher und Missionar; Lydia eine Kauffrau und Gemeindeleiterin. Jede dieser Personen hatte einen Beruf – und eine Berufung... Die komplette Antwort finden Sie » auf der rechten Seite

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Was mache ich bei Konflikten mit Hauptamtlichen?

Konflikte gehören zum Leben dazu. Menschen sind nun mal verschieden und verfolgen unterschiedliche Interessen, auch wenn sie viele Werte teilen und sich gemeinsam für eine Sache engagieren. Konflikte kosten Zeit, Nerven und Ressourcen. Sie können aber auch Anstoß für notwendige oder kreative Veränderungen sein.
Haupt- und Ehrenamtliche haben unterschiedliche Ausgangssituationen und Rahmenbedingungen. Echte partnerschaftliche Zusammenarbeit ist manchmal nicht einfach umzusetzen. Unklare Verantwortungsbereiche und Befugnisse sowie unterschiedliche Zugänge zu Informationen führen häufig zu Konflikten.

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Was tun, wenn Sie merken, dass sich ein Konflikt mit einer oder einem Hauptamtlichen anbahnt oder sogar schon voll im Gange ist? Bevor Sie aktiv werden, halten Sie am besten kurz inne und atmen tief durch. Vergewissern Sie sich um was es genau geht, es Ihnen geht. Nehmen Sie sich, Ihren Ärger oder Ihre Verunsicherung ernst. Und dann reden Sie über das, was Sie bewegt. Je eher desto besser. Sollte der Konflikt sich nicht in einer gemeinsamen 4-Augen-Aussprache klären lassen, sprechen Sie gezielt eine Person Ihres Vertrauens an und bitten Sie um ein Gespräch. Wen Sie wählen, sollten Sie auch vom Inhalt des Konfliktes abhängig machen. Das kann ein Kollege des Hauptamtlichen sein oder der/die Dienstvorgesetzte. Auch der/die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Kirchenälteste oder andere leitende oder seelsorgerliche Menschen in der Gemeinde. Es erfordert Mut und Überwindung das Gespräch zu suchen. Aber es lohnt sich.
Und wenn Ihnen niemand einfällt, den Sie ansprechen können? Dann wenden Sie sich an uns: engagiert@ekkw.de. Wir werden versuchen, Ihnen jemand zu nennen, mit dem/der Sie Ihr Anliegen besprechen können.
Beispielsweise den/die Beauftragte/n der Landeskirche für Ihr Arbeitsfeld.

Was mache ich bei Konflikten mit anderen Ehrenamtlichen?

Konflikte gehören zum Leben dazu. Menschen sind nun mal verschieden und verfolgen unterschiedliche Interessen, auch wenn sie viele Werte teilen und sich gemeinsam ehrenamtlich engagieren. Manchmal sind Missverständnisse die Auslöser. Oft geht es auch darum, wer sich durchsetzt, oder um Wertschätzung oder enttäuschte Erwartungen.
Konflikte kosten Zeit, Nerven und Ressourcen. Sie können aber auch Anstoß für notwendige oder kreative Veränderungen sein.
Sie haben einen Konflikt mit einer ehrenamtlichen Kollegin oder einem Kollegen? Bevor Sie aktiv werden, empfiehlt es sich, kurz inne zu halten und tief durch zu atmen. Vergewissern Sie sich, um was genau es geht - es Ihnen geht. Nehmen Sie sich, Ihren Ärger und Ihre Verunsicherung ernst. Und dann reden Sie über das, was Sie bewegt. Je eher desto besser. Natürlich am ehesten mit der betroffenen Person selbst, in einem ruhigen 4-Augen-Gespräch. Sollte das nicht funktionieren, sprechen Sie gezielt eine Person Ihres Vertrauens an und bitten Sie um ein Gespräch.
Das kann die zuständige Pfarrerin oder der Leiter Ihrer Gruppe oder Einrichtung sein. Auch der/die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Kirchenälteste oder andere leitende oder seelsorgerliche Menschen in der Gemeinde. Das erfordert Mut und Überwindung. Aber es lohnt sich.
Und wenn Ihnen niemand einfällt, den Sie ansprechen können? Dann wenden Sie sich an uns: engagiert@ekkw.de. Wir werden versuchen, Ihnen jemand zu nennen, mit dem/der Sie Ihr Anliegen besprechen können. Zum Beispiel den/die Beauftragte/n der Landeskirche für Ihr Arbeitsfeld.

Hält Freiwilligenarbeit gesund?

Nicht jeder, der sich ehrenamtlich engagiert, wird 150 Jahre alt – aber es gibt durchaus Indizien dafür, dass sich ein - selbstbestimmtes - Ehrenamt positiv auf die Gesundheit auswirkt und das Wohlbefinden erhöht. Denn unsere Gesundheit wird u.a. durch psychosoziale Ressourcen beeinflusst, die in der Freiwilligenarbeit häufig wirksam sind: eine gute soziale Einbindung, der Einsatz der eigenen Fähigkeiten sowie das Empfinden, einen wichtigen und sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. All dies sind Grundbedürfnisse von Menschen. Daher verwundert es nicht, dass laut Studien ältere Freiwillige gesünder, funktionstüchtiger und weniger depressionsanfällig als Nicht-Freiwillige sind bzw. Krankheiten besser bewältigen können. Sogar ein niedrigerer Blutdruck konnte festgestellt werden – allerdings nur, wenn das Engagement in einer guten Balance war – bei einem sehr hohen Ausmaß des Engagements waren die Werte mit denen von Nichtfreiwilligen vergleichbar.

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Kann ich mein Engagement steuerlich geltend machen?

Freiwilliges Engagement ist gemeinwohlorientiert und bereichert/ergänzt professionelle Arbeit. Es ist nicht auf materiellen Gewinn gerichtet und wird nicht zum Zwecke eines Einkommens ausgeübt. Nach dem Selbstverständnis von Kirche und Diakonie wird Freiwilliges Engagement grundsätzlich unentgeltlich geleistet. Dem steht nicht entgegen, dass im Einzelfall und in engen steuergesetzlich vorgegebenen Grenzen Leistungen vom Träger an die freiwillig Engagierten fließen. Hierbei handelt es sich um Auslagenerstattungen und pauschale Aufwandsentschädigungen... 
Für die komplette Antwort klicken Sie auf den »Download auf der rechten Seite.

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Kann eine Gemeinde ehrenamtliches Engagement bei Baumaßnahmen als Eigenleistung in Förderanträgen einbringen?

Grundsätzlich gilt:  Zur Förderung von z.B. Kirchenrenovierungen ist ehrenamtliches Engagement in Form von Eigenleistungen ehrenamtlicher Gemeindeglieder äußerst erfreulich. Eine Teilnahme an Baumaßnahmen ist jedoch nur in beschränktem Umfang und nicht bei jeder Tätigkeit möglich.
Bei der Betrachtung der auszuführenden Bautätigkeiten listet deshalb eine Architektin oder ein Architekt zunächst mögliche Aufgaben auf, welche in Eigenleistung erbracht werden können. Fachmännische Aufgaben, wie z.B. Maurer- und Schreinerarbeiten, müssen dabei durch Fachpersonal ausgeführt werden.
Die ehrenamtlichen Helfer können jedoch Aufgaben übernehmen, welche auch von Laien erledigt werden können. Dies wären zum Beispiel das Aus- und Einräumen des Inventars, der Aus- und Einbau der Kirchenbänke, die komplette Baureinigung, der Abbruch von Bodenplatten und des Holzsockels (Bankpodest) oder auch die Auskofferung und der Erdaushub in und an der Kirche.
Werden diese Aufgaben von Mitgliedern der Kirchengemeinde übernommen, muss keine Firma beauftragt werden, wodurch es zu einer Kostenersparnis kommt.
Es wird die Höhe der Kosten ermittelt, welche eine Firma für die geleisteten Arbeiten berechnet hätte und als €-Position auf der Kostenseite mit in die Kostenberechnung nach DIN 276 eigerechnet (Aufwand).
Der so ermittelte Betrag steht dann in € als Eigenleistung auch im Finanzierungsplan der Maßnahme. Der am Ende durch die Eigenleistung der Kirchengemeinde eingesparte Betrag ist als „eingespart“ zu verzeichnen (Ertrag).

Ansprechpartner

Jörn Kring
Kirchenverwaltungsoberrat
Tel.: (0561) 9378-333
Fax: (0561) 9378-441
Mail:joern.kring@ekkw.de

Brauche ich ein polizeiliches Führungszeugnis (Kindesschutz) ?

Seit einigen Jahren ist das Thema Kindeswohlgefährdung und Kindesschutz in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung wurde mit den Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) auch auf Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe ausgeweitet. Damit haben alle Mitarbeitenden auch in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit einen Schutzauftrag für die ihnen anvertrauten Kinder- und Jugendlichen.

Weitere Informationen sowie entsprechende Downloads zu diesem Thema (z.B. Polizeiliches Führungszeugnis) finden Sie unter dem Link auf der rechten Seite >>

Kann ich mein Engagement stoppen, wenn es mir keinen Spaß mehr macht?

Grundsätzlich ja, schließlich machen Sie das Ganze freiwillig – und die Kündigungsfrist eines/r Ehrenamtlichen beträgt eine Minute. Aber natürlich sollten Sie fair sein und Ihre Tätigkeit, wenn es irgend geht, nicht abrupt abbrechen. Kündigen Sie mit Vorlauf an, dass Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt aufhören wollen. Gerade wenn man in Beziehungen arbeitet, zum Beispiel einen alten Menschen regelmäßig besucht oder als MentorIn ein Kind oder einen Jugendliche begleitet, sollte man den Abschied verantwortungsvoll gestalten. Und vielleicht können Sie sich ja vorstellen, Ihre/n Nachfolger/in im Ehrenamt einzuarbeiten? So kann das, was Sie aufgebaut haben, gut weitergeführt werden – und Sie selbst sich mit einem guten Gefühl etwas Neuem zuwenden.

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Was ist eigentlich ein FreiwilligenDIENST?

Darf’s ein bisschen mehr sein? Im Unterschied zu anderen freiwilligen Tätigkeiten ist der Freiwilligendienst ein vertraglich geregeltes und umfangreiches Engagement-Format: Man verpflichtet sich, mit einer vergleichsweise hohen Stundenzahl für mindestens ein halbes Jahr oder ein Jahr dabei zu bleiben. 
Der bekannteste Freiwilligendienst ist das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). Es gibt aber auch das FÖJ – ein Freiwilligendienst im Umwelt- und Naturschutz oder – relativ neu – den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Die meisten Freiwilligendienste richten sich an Menschen bis 27 Jahre, der BFD auch an ältere bis ins Seniorenalter (BFD plus). Einen Freiwilligendienst kann man in einer Einrichtung vor Ort machen oder irgendwo in Deutschland. Es gibt sogar mittlerweile verschiedene Freiwilligendienstprogramme, die Freiwillige auch ins Ausland  vermitteln (zum Beispiel „Weltwärts“). Freiwilligendienste zeichnen sich nicht nur durchs tatkräftige Mitmachen aus, sondern auch dadurch, dass sie mit bestimmten Lerneinheiten und Seminaren verknüpft sind.
Mehr Informationen und die Antwort auf die Frage, ob so ein Freiwilligendienst auch etwas für Dich/Sie wäre, gibt beispielsweise Zentrum für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck >> weitere Informationen finden Sie unter dem Link auf der rechten Seite.

Was ist eigentlich die Hessische Ehrenamtscard?

Sie sind schon mehr als drei Jahre kontinuierlich engagiert und das mehr als 5 Stunden wöchentlich? Dann lassen Sie sich das von Ihrer Organisation oder Kirchengemeinde, bei der Sie tätig sind, bestätigen und beantragen Sie die Hessische Ehrenamtscard, mit der das Land Hessen DANKE sagen will fürs Engagement. Mit der Ehrenamtscard können Sie bestimmte Vergünstigungen erhalten, zum Beispiel in Museen, Schwimmbädern, Büchereien, bei Konzerten oder bei anderen Veranstaltungen. Weiter Informationen, u.a. wo Sie in Ihrer Stadt die Ehrenamtscard bekommen, erfahren Sie unter: www.ecard-hessen.de

em-eine-ehrenamtskarte-em-plant-die-stadt-gmhue_full.jpgFoto: dpa